Aktion gegen Zwangsarbeit
Eine Fuhre Mist vor der HAB. Auf dem dazugehörigen Schild ist das Motto der
Kundgebung zu lesen: "1-Euro-Jobs stinken zum Himmel!"
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Wer sich am 12.4.07 vom Berliner Tor auf den Weg zum Arbeitsamt machte,
dem bot sich hinter dem Walmarkt ein ungewohntes Bild: Etwa 40 Leute mit
einem Lautsprecher - Wagen und mit Transparenten protestierten gegen die
Hamburger Arbeit" (HAB) und 1-Euro-Jobs.
Weithin sichtbar hatten sie oben vor dem Eingang eine
Schubkarre mit Elefantenmist hingestellt. (Eigenimport aus HH-Stellingen)
Ihr HABt sie nicht alle: Arbeiten für einen Euro!
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Hintergrund ist die Etablierung der Hamburger Arbeit zur zentralen Vergabestelle von
sogenannten Aktivjobs [1].
Ein Redner brachte
denn auch zum Ausdruck:
die objektive Funktion der 1-Euro-Jobs ist die vermehrte
Konkurrenz unter den Lohnabhängigen, Lohndrückerei und die Errichtung eines Armuts- und
Niedriglohnsektors.
Oben: Transparent: "Gegen Zwangsarbeit und Lohndumping - Weg mit Hartz IV". Unten: Lautsprecherwagen bei der Aktion. (Für Vollbild-Ansicht bitte auf die Bilder klicken)
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Weiter ging es zum Arbeitsamt vorbei zur SPD-Zentale.
Hier erinnerte ein Redner
kurz daran, dass dies das Gebäude sei, in dem immer wieder was abhanden kommt:
Mal sind 1000 Stimmzettel plötzlich unauffindbar. Und vor allem gehen hier mit noch steigender Tendenz immer wieder Überzeugungen verloren, die die SPD soeben noch lautstark proklamiert hat.
So habe die Regierung Schröder die Hartz-Gesetze beschlossen. Peter Hartz selbst ist und war SPD-"Genosse". Und der HAB - Geschäftsführer Scheele ist - wen wunderts? - ein langjähriges, führendes Mitglied der SPD- Hamburg Nord.
Da Zwangsarbeit auch immer staatlichen Drucks bedarf, hat die HAB auch schon
verlautbaren lassen, dass sie die widerspenstigen unter den Arbeitslosen im Rahmen iher
Aufsuchenden Beratung" zu Hause uner Androhung finanzieller Kürzungen besuchen will. Ein
als Sozialdetektiv verkleidetes Mitglied des Sozialforums parodierte zum Spaß der
Kundgebungsteilnehmer diese Schnüffelpraxis. → Vollbild
| Die letzte Station des Demonstrations - Aufzuges war das Arbeitsamt selber. Hier wurde
noch mal darauf hingewiesen, das der oberste Chef
Steil einer der Antreiber ist, wenn es darum
Arbeitslose zu verunglimpfen und eine haarsträubende Vorschläge wie die Halbierung der
Arbeitslosengeldes II vorzuschlagen.
Statt die Arbeitslosen zu bekämpfen, sollte doch vielmehr eine Gesellschaftsordnung beseitigt werden, die immer mehr Arbeitslosigkeit und Armut
hervorbringt.
Fazit
Insgesamt eine geglückte Aktion mit leider noch(?) zu wenig Teilnehmern. Die "Location" mit HAB, Arbeitsagentur und SPD-Zentrale drängt sich für weitere Aktionen geradezu auf.
Anmerkung
[1]Aktivjobs = toller neuer Ausdruck: Wenn man arbeitet, muss man handeln, sprich
aktiv sein. Oder man ist der kapitalistischen Ansicht, dass das Geld arbeitet, der Rentier, der
diesen Passivjob" macht, bräuchte dann nur noch Coupons schneiden!
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