Resolution
Wir wollten heute im Foyer des Bezirksamts Eimsbüttel mit
ca. 50 TeilnehmerInnen ein kurzes Treffen des kürzlich
gegründeten Sozialforum Eimsbüttel abhalten. Das wurde
durch einen Polizeieinsatz unterbunden.
Nach Auskunft der Polizei wurde die Polizeimaßnahme vom Amtsleiter
Mantell (SPD, Bild rechts) veranlaßt. Wir protestieren gegen
diese Ausgrenzungsaktion aufs Schärfste.
Wir fordern die Abgeordneten der Bezirksversammlung auf,
- die Polizeimaßnahme des Bezirksamtsleiters öffentlich
zu mißbilligen,
- die Unterstützung von Parteien und Gruppen einzustellen,
die im Rahmen der "Agenda 2010" große Teile der
Menschen im Bezirk um ihre wirtschaftliche Existenz bringen wollen
- sich dafür einzusetzen, daß die Behörden in
Eimsbüttel keine "Hartz 4"-Maßnahmen umsetzen
und insbesondere niemand seine Wohnung im Bezirk verliert.
Wir wollen, daß die Hartz 4-Gesetze komplett und sofort zurückgenommen
werden. Wir fordern eine effiziente Existenzsicherung für alle,
die selbstverständlich die Teilnahme am gesellschaftlichen
und kulturellen Leben (HVV, Bücherhallen, Schwimmbäder
etc.) beinhaltet.
Diese Existenzsicherung ist keineswegs "unfinanzierbar".
Wenn Bundestag und Bundesrat nicht unbedingt an ihrer anti-sozialen
Politik festhalten wollten, gäbe es unzählige Finanzierungs-Möglichkeiten,
so z.B. Abschöpfung der 4-5 Billionen € Privatvermögen,
Erhebung einer Luxussteuer oder Streichung von Subventionen und
Steuerbefreiungen von Unternehmern.
Die Bundesrepublik ist die stärkste Exportnation und eines
der reichsten Länder der Erde. Hamburg ist eine der wohlhabendsten
Städte in diesem Land. Wir akzeptieren nicht, daß in
einer solch reichen Gesellschaft Millionen Familien ohne ausreichende
und sichere Existenzgrundlage leben sollen.
Eimsbüttel, am 06.08.2004
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