"Anti"-Deutsche Verarschung für Linke:
Antikritik à la Fake MacGuffin
1. «McGuffin» - a plot element that catches the viewers' attention
Das Flora-«Plenum» behauptet in seiner Erkärung vom 21.04.10: das Bündnis für eine revolutionäre Mai-Demo in
Hamburg fällt mit seiner antikapitalistischen Ausrichtung hinter einen ominösen »Diskussionsstand der radikalen Linken« zurück. Das ist Unsinn, denn eine gemeinsame, alle Strömungen der radikalen Linken übergreifende Diskussion zum Thema Kapitalismus ist eine reine Haluzination. Derlei hat in den letzten zwanzig Jahren weder hier noch bundesweit stattgefunden.
Immerhin hat uns das «Plenum» eine »eindimensionale und personalisierende Kapitalismuskritik« vorgeworfen. Aber auf eine inhaltliche Kritik aus dem »Plenum«, die diesen Vorwurf stützt, können wir wohl noch lange warten. Mit den insgesamt 3 Aufrufen des Bündnisses, den sieben Veranstaltungsankündigungen usw., hat man sich nicht auseinandergesetzt.
Die Wortwahl »personalisierende Kapitalismuskritik«, lässt allerdings Schlüsse darüber zu, auf welchen Diskurs man sich im »Plenum« positiv bezieht. »Personalisierende Kapitalismuskritik« ist
"anti"-deutsches Vokabular, gebraucht als Synonym für "struktureller Antisemitismus". (siehe unten)
Dem "Flora-Plenum" genügt es offenbar, uns diesen Stempel aufzudrücken.
Den "Beweis" für diesen Stempel überlassen diese Leute anscheinend einer
»McGuffin Foundation«. (vgl. indymedia) Fragt sich: Was ist das für ein Verein, der da die Beweise für das Flora-"Plenum" nachliefert?
»Die Foundation hat es sich zum Ziel gesetzt, die schottische Revolutionärin und
Feministin Emma McGuffin und ihre Wirkungsgeschichte zu erforschen, für ein größeres Publikum
zugänglich zu machen sowie den politischen Gehalt ihrer Tätigkeit aktuell neu zu
denken.«
 |
| Feministin Anna McGuffin? Alfred Hitchcock definierte MacGuffin mit folgender Anekdote, die dessen Beliebigkeit verdeutlicht: »Es könnte ein schottischer Name sein aus einer Geschichte über zwei Männer, die Zug fahren. Der eine Mann fragt: ‚Was ist das für ein Päckchen in der Gepäckablage?’. ‚Nun’, sagt der andere Mann, ‚das ist ein MacGuffin.’ ‚Was ist ein MacGuffin?’ ‚Ein MacGuffin ist ein Apparat, um im Schottischen Hochland Löwen zu fangen.’ ‚Aber im Schottischen Hochland gibt es doch gar keine Löwen.’ ‚Nun, dann ist es eben auch kein MacGuffin.’" Sehen Sie, ein MacGuffin ist gar nichts.« (Quelle Wikipedia) |
Nun findet sich im Netz nicht die Spur einer
»Emma McGuffin«, doch das liegt kaum daran, dass
die angeblich »1962 in Edinburgh« gegründete
»Foundation« es bislang nicht geschafft hat, der
Öffentlichkeit irgend etwas über
»Emma« mit zu teilen.
»Emma«, die uns traurig auf dem mcguffin-Blog anblickt,
ist vielmehr ein echter McGuffin alias MacGuffin , ein Fake, eine
Tarnung um auf Linke einen guten Eindruck zu machen, sie dabei gründlich zu verarschen, speziell Feministinnen.
Der Gipfel des Zynismus ist dabei der Link von «McGuffin« zu www.sexykapitalismus.de. Die haben Duzende »Amateure« im Angebot, z.B. »TeenyLolita«, »Sklavin Fivia« usw.[1]
|
| "Anti"-Deutscher Hedonismus bei »McGuffin«. Mit einem Klick zu »sexykapitalismus.de«. |
Die ganze »Foundation« selbst ist offenbar Fake. Spuren ihrer angeblich 48 jährigen Existenz finden sich
im Netz jedenfalls praktisch ausschließlich auf Linkseiten befreundeter "anti"-deutscher Dreckschleudern.
Die Selbstdarstellung, es wären »Mitglieder aus 93 Ländern ... in der Foundation
organisiert«, und dass die »Foundation heute auf eine jahrzehntelange Erfahrung
zurückgreifen« würde, ist höchstens als
komischer Versuch zu werten, irgendwelche doofen Verschwörungstheoretiker auf sonstwas zu bringen.
Wie auch immer, die »Foundation« ist klar politisch einzuordnen.
»Die Mitglieder der McGuffin Foundation sind mit großer Mehrheit der Ansicht, dass
das antisemitische und antihedonistische Regime von Mahmoud Ahmadinejad in Teheran mit
und Demonstrationen gestürzt werden muss. Gerade auch der antideutschen Bewegung
kommt hier eine besondere Verantwortung innerhalb der westlichen Demokratien
zu. Um diesen Protest nachdrücklich zu verstärken, haben wir eine Reihe von Parolen zusammengestellt,
die hierfür hoffentlich hilfreich sind. Bomb da bomb: eure McGuffin
Foundation«.
Beispiele der über 40 von "anti"-deutschen Dichtern und Denkern in Reimform gegossenen Kriegshetze
sind:
»Wir rufen es ins ganze Land: Antideutsch heißt
Widerstand!«
»Vollbart, Bombe, Mullahs, Not _ Bundeswehr hin, haut sie
tot!«
»Nach Brokdorf, Gorleben, Temelin, ziehn wir nun zum Iran
hin.«
»Israelis, keine Bange:wir nehm'n Iran in die
Zange!«
»Auf die Mullahs volles Rohr _ das heißt weg mit dem
Tschador!«
»Navy, IDF, Bahamas, sticht der Mullah
Judenhass!«
Die Urheber des Drecks, der auf mcguffin.blogsport.de verbreitetet wird, outen sich als Fans des ultrarechten Hetzblattes namens Bahamas.
Weil das dem Erfolg ihrer Machenschaften gegenüber Linken in der Regel eher abträglich ist, bekennen sich "Anti"-Deutsche eher selten öffentlich zu ihrem Zentralorgan, das von einem Ex-Linken namens Wertmüller herausgegeben wird.
Wertmüller selber hat in einem Radiointerview 2007 die Ziele der "anti"-deutschen Kampfgemeinschaft besonders prägnant
auf den Punkt gebracht. Den knapp 15 minütigen Mitschnitt stellen wir hier zur Verfügung, denn er erspart
die sehr zeitraubende und nervtötende Lektüre der elitären, mit maximaler Unverständlichkeit kokettierenden Pamphlete, die von den Bahamiten verfasst werden. (Eine adäquate Sammlung von Bahamas-Zitaten, stand 2004, findet sich hier.)
Die gegen uns als Bündnis gerichteten Denunziationen sind auf Verbreitung berechnet, und die
Fake-»Foundation« ist im rechten Webspace gut verlinkt. Deshalb einige Argumente gegen
den Mist, den Bahamiten unter dem Pseudonym McGuffin« über das Mai-Bündnis verbreiten.
2. Der »Anti«-Kapitalismus der Bahamiten
»James,
Kommunist« ist vermutlich der Großneffe der
»schottischen Revolutionärin und Feministin Emma
McGuffin«. Auf der 1.Mai Hamburg 2010 Seite bei Indymedia
äußert er sich gegen unsere Demo mit folgendem
Psycho-Macht-Vorwurf:
»Das ist keine
Gesellschaftskritik! Es geht euch, dem "revolutionären 1.
Mai"-Bündnis, eben nur darum, wie viele Menschen
mobilisiert werden, um den Hauch von Macht zu simulieren, wo - das
Maß der Gesellschaftskritik betreffend - nur Ohnmacht
herrscht.«
Letzterem
könnten wir uns schon anschließen. Das Niveau an
Gesellschaftkritik ist in Deutschland ziemlich unterirdisch. Eben
deswegen gab's vom Bündnis in diesem Jahr auch sieben
inhaltliche Vorbereitungsveranstaltungen.
Dass
es uns aber auch nur im entferntesten darum ginge, möglichst
viele Menschen zu mobilisieren, das ist absurd. Wäre dem so,
würden wir seit sieben Jahren jeden 1. Mai eine Party
veranstalten, eine Spaßparade, à la Happy Mayday. Weil
unsere Demos leider unter den unmittelbaren Gewaltdrohungen einer
polizeilichen Übermacht stattfinden, ist der
Teilnehmerinnenkreis auf sehr Gewalt- und Bedrohungs- resistente
Menschen begrenzt - und das ist ja auch die Absicht der jährlich
in die Presse lancierten Gewalt-Ankündigungen des Innensenators
und seines Gewaltapparats. Antikapitalismus ist in Deutschland vor
allem ein Problem, für das die Sicherheitsorgane zuständig
sind. Die TeilnehmerInnen der Mai-Demo gelten als "Störer",
unser Bündnis wir vom Innensenator als »Vorbereiter von
Gewaltdemos« bezeichnet, denen es doch wohl nicht um
"Gesellschaftskritik" gehen kann.
James
McGuffin, der »Kommunist«, stößt
ins gleiche Horn. Mangelnde "Gesellschaftskritik"
macht er auch nicht dem Mayday zum Vorwurf, sondern uns. Dem
Bahamiten passt nämlich unsere sehr wohl vorhandene
spezifische Gesellschaftskritik nicht, deren Abwesenheit ihn anderswo nicht
stört.
Sein
Link bei Indymedia führt zur »
Foundation mit
jahrzehntelanger Erfahrung«, und dort findet sich dann auch
schier endloses Geschreibsel gegen den Haupt-Aufruf des
Mai-Bündnisses, verfasst von einem JustIn Monday.
Auf
den Text nimmt JustIn Monday kaum Bezug, aber käut
Bahamas-Prinzipien wieder, wie man denn Kapitalismuskritik äußern
dürfe, und was man unbedingt dabei vermeiden muss. Schon die
verschlungene grammatikalische Konstruktion des Pamphlets ist eine
Zumutung, die elitäre Wortwahl nervtötende Angeberei, die
Themen drehen sich ständig im Kreis. Es gibt wenig, worauf sich
einzugehen lohnt.
Der
Fake-Foundation passt zum Beispiel nicht, dass wir folgendes
geschrieben haben:
»"Die
Zukunftsaussichten von vielen Beschäftigten sehen schlecht aus:
Kurzarbeit und das damit einsetzende Ausbleiben eines Teils des
Lohnes sind nur die erste Stufe einer größeren
Entlassungswelle."«
Nun
ließe sich vom radikalen Standpunkt an dem Satz unseres Aufrufs
einiges herumkriteln, die Wortwahl zum Beipiel (»Beschäftigte«?).
Kritisch zu fragen wäre, ob es sich bei der gasierenden
Kurzarbeit nicht um die nächste weitere Felxibilisierungswelle
der Arbeitszeitregelungen handelt. Solche Kriterien kennt der Bahamit
aber gar nicht. Ihm passt nicht, dass wir den Kapitalismus schlecht
darstellen, wo er ihn schönfärben möchte. Falsch wäre,
»die Zukunftsaussichten der ,,Beschäftigten'' als
,,schlecht'' darzustellen. Sie wären vielmehr hoffnungsvoll und
mindestens so gut wie das Wetter, das der 1. Mai verspricht.«
Was
will der Bahamit von uns? Wären wir der Meinung, dass auch nur
der in Deutschland arbeitende Teil der lohnabhängigen Klasse im
Kapitalismus rosige Zukunftsaussichten hat, wozu sollten wir dann
überhaupt in Hamburg eine Demo gegen das System veranstalten?
»Wer aber die ,,größere
Entlassungswelle'' und damit das massenhafte Überflüssigwerden
von Arbeit nicht als Vorschein möglicher besserer Zeiten
darzustellen vermag, braucht sich an einer revolutionären Demo
gar nicht erst zu versuchen.«
Was
soll ein »Vorschein möglicher besserer Zeiten«
sein, wenn das Kapital die zu leistende Arbeit verdichtet, d.h. mehr
Leistung pro Zeit abfordert, weniger Menschen mehr arbeiten lässt,
um das Einkommen der Arbeiterklasse insgesamt zu senken? Umgekehrt
geht es dem Bahamiten darum, dem Kapitalismus das Lob auszusprechen,
er wäre eine segensreiche Erfindung zum »Überflüssigwerden
von Arbeit«, wo tatsächlich technischer Fortschritt
nur dann Eingang in die Fabriken hält, wo sich damit das
Einkommen der Arbeiterklasse zu Gunsten des Profits senken lässt.
Gerade in der Krise findet »Überflüssigwerden von
Arbeit« doch nicht dadurch statt, dass die Kapitalisten
lauter tolle Maschinen hinstellen, die die Arbeit erleichtern oder
gleich selber erledigen.
Auch
zum Thema Krise hat der Bahamit so seine Vorschriften, was man
kritisieren darf, uns was nicht:
»Wenn es einen immanenten
Ansatzpunkt zu revolutionärer Agitation unter den bestehenden
Bedingungen gibt, ist es der, dass der gesellschaftliche Reichtum so
umfassend ist, dass er sich in den beschränkten bestehenden
Formen nicht mehr autonom reproduzieren kann. Dies ist der Zustand
der Krise des Kapitals...«.
Wieder
gelogen. Gerade in der Krise unterbleibt die Produktion von
Gebrauchsgütern, die zwar dringend benötigt werden, aber
die sich immer weniger Angehörige unsere Klasse leisten können.
Vorhanden ist der Reichtum nur im Konjunktiv: ginge es nicht um
Rentabilität, wäre der Reichtum da. Tatsächlich ist er
aber nicht »umfassend«, sondern so knapp, wie er
eben sein muss, um damit er als Warenkapital zur Profitmacherei
beitragen kann. (Ganz zu schweigen von dem natürlichen Reichtum,
der in Form von Naturzerstörung kontinuierlich zerstört
wird.)
Aber
als Schlaraffenland soll man den »sexykapitalismus«
schon imaginieren. Dann ginge vielleicht auch folgendes:
»Anzuknüpfen wäre
an dem Unwillen der Massen, Opfer zu bringen für einen Zustand,
der ihnen auch in Hochform nichts anderes zu bieten hat als
fortgesetztes Elend als ,,Beschäftigte''.«
Wäre,
könnte, dürfte...
Der
»Unwillen« ist bloß bekanntlich kaum
vorhanden, andernfalls bräuchten wir keine Mai-Demo
veranstalten, sondern könnten uns über einen Generalstreik
freuen. Aber weil er nicht vorhanden ist, dürften wir nach
Meinung der Bahamiten doch wohl keineswegs die Leute darauf
aufmerksam machen, wofür sie sich abarbeiten, nämlich den
Profit der Unternehmen. Und wir dürften ihnen nach Meinung der
Bahamiten noch weniger dagegen agitieren, dass die Leute für
fremden Privatreichtum immer neue Opfer bringen. Umgekehrt haben nach
Meinung der Bahamiten Kritiker über den Profit das Maul zu
halten, denn:
»Das kollektive Opfer ist
schon lange zum Dauerzustand geworden, und genauso lange bereits ist
die Anklage des Profits kein reformistischer Aufruf zu ,,gerechterer
Verteilung'' mehr, sondern Ressentiment. Gespeist ist dieses
Ressentiment in der Regel von dem Wunsch, dass dann, wenn einer oder
eine selbst schon nicht vom allgemeinen Elend profitiert, dies auch
niemand anders tun soll.«
Die
Bücher von Karl Marx würden die Bahamiten ja schon wegen
des Worts "Profit" in den Giftschrank packen. Und wenn wir,
frei nach Marx, im Aufruf geschrieben haben,
»,,Sinn und Zweck dieser
Wirtschaftsordnung ist nämlich, dass ständig immer mehr
Profit gemacht wird''«, dann meinen die Bahamiten, wir
würden unterschlagen, »dass der Profit in Bezug auf die
Ordnung als Ganzes zwar tatsächlich notwendig ist, aber nicht
als Zweck, sondern als Mittel und notwendiger Durchgangspunkt der
Verwertung des Werts. Einmal von irgendwem, der ihn sich subjektiv
zum Zweck gemacht hat, als der berühmte Strich in G-W-G‘
erlangt, ist er bereits wieder in Kapital zur erneuten Investition
verwandelt.« - und der Bahamit kann den entscheidenden Punkt
der Operation theoretisch zum Verschwinden bringen.
Die
armen Kapitalisten, geben ihr Geld immer gleich wieder aus, doch die
»Luxusartikel, die sich die EigentümerInnen gönnen
und die tatsächlich in angeeigneter fremder Arbeit bestehen,
sind unwesentlich gegenüber dem Teil, durch den sich das
Produktionsverhältnis erneuert«.
Als
ob es um die Gebrauchsgüter ginge, die die Kapitalistenklasse
konsumiert! Es geht schon irgendwie um die »Ordnung als
Ganzes«, aber nicht um die eines netten »Produktions«-
sondern eines ganz beschissenen Ausbeutungsverhältnisses. Wenn
die Kapitalisten nämlich ihr schönes Geld G' weggeben, um
daraus mehr Geld, nämlich G'' zu machen, dann ist das genau die
Form, in der ihr Privatvermögen ständig wächst. Das
akkumulierte, dann wieder in den Geldkreislauf geworfene Geldkapital,
die dafür eingehandelte Ware Arbeitskraft plus
Produktionsmittel, das darauf basierende Warenkapital und so weiter,
all das ist ihr Eigentum, und nicht »Eigentum von
irgendwem«! Es ist ihr Zweck, und nicht »Selbstzweck
des Kapitals«. Kapital ist nämlich kein Ding, sondern
Verhältnis zwischen Menschen. Die Rede vom »Selbstzweck
des Kapitals« ist Bahamiten-Geschwafel. Bei Marx geht es
sich beim viel zitierten Selbstzweck nicht um Kapital, sondern um
Geld als Selbstzweck. Dabei geht es darum, dass das Geld den
Kapitalisten (wie übrigens auch den Schatzbildnern) nicht zur
Beschaffung von Gebrauchsgütern dient, sondern um Geld als
Kapital, G-G'. Das ist die rastlose Bewegung des Gewinne-Machens der
Kapitalisten, der ständigen Vermehrung des Werts ihrer
Privatvermögen. Modern formuliert: es geht um das
Wirtschaftswachstum in einer Wirtschaft, die Privateigentum der
Kapitalisten ist.
All
das verdrehen Bahamiten ins Gegenteil. Als vorübergehendes
Moment einer ja eigentlich lauter Reichtum schaffenden Wirtschaft,
macht der Profit doch bitteschön »Sinn«.
»Es ist der Mehrwert,
dessen Erscheinungsform der Profit ist, der historisch die Menschheit
aus dem ohnmächtigen Verhältnis der späteren Natur
gegenüber befreit hat und die Ohnmacht zum gesellschaftlichen
Zwang fortentwickelte.«
Soll
heißen: vor Einführung des Kapitalismus standen die
Menschen gegenüber der Natür völlig ohnmächtig
da. Das ist, wenn man die verquaste Bahamitensprache mal ins
Verständliche auflöst, unmittelbar Blödsinn. Denn
demnach wären die Menschen vor Einführung des Kapitalismus
nicht fähig gewesen, irgendwas zu produzieren. Zum Glück
kam dann der »Mehrwert«, der die »Ohnmacht
zum gesellschaftlichen Zwang fortentwickelte.« Wie das?
Indem das Kapital Arbeitskraft und Natur in das Monopol der
Kapitalistenklasse, in deren Privateigentum verwandelte, und so die
Produktionsmittel zum Werkzeug der Herrschaft von Menschen über
Menschen verwandelte.
All
das hat aber für den Bahamiten einen höheren Sinn, und
wehe, wenn Kommunisten auch noch bereit sind,
»dem Kapital diesen
möglichen Sinn auch noch zu nehmen. Wenn Sinn irgend etwas mit
den Individuen und deren Empfindungen zu tun haben soll,...hat das
Kapital diesen« Sinn »mit dem
Verlust seiner autonomen Reproduktionsfähigkeit« -
meint wohl Krise - », also mit der Notwendigkeit der
präventiven Krisenlösung durch den Staat, ebenfalls
verloren.«
Die
Bahamiten-Forderung an Kapitalismuskritik lautet hier: dem ganzen
Scheiß-System einen Sinn andichten, ihn bloß nicht nicht
in Frage stellen, vor allem nicht in der Krise, denn dann könne
ja sonst etwas den höchst sinnvollen "Selbstzweck
Kapital" stören!
Das
Kapital wird von Bahamiten als Fetisch schier angebetet, als
Ding-gewordene Vernunft, ihm ist
»eindeutig
die höhere Rationalität zu entnehmen im Vergleich mit den
Subjekten, die in dieser nur schlechte Zukunftsaussichten sehen
können.«
Ökonomie-Kenntnisse
können die Bahamiten bei ihrer Kapitalismus-Verherrlichung gar
nicht gebrauchen. Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen
Akkumulation, von Marx im ersten Band des Kapitals im vorletzten
Kapitel breit ausgeführt, passt nicht in ihre gute Meinung über
die Kapitalistenwirtschaft. Es erklärt die verheerenden
Wirkungen, die das Wachstum des Kapitals auf die Lage der
Arbeiterklasse durch tendenziell zunehmende Armut unvermeidlich
ausübt. Dazu die Bahamiten:
»Wenn immer mehr Menschen
ihren Lohn verlieren, wird dadurch niemand reicher, was das Kapital
durchaus lautstark bedauert. Der Wunsch, den eigenen Profit ohne
Voraussetzungen in der Produktion zuungunsten irgendwelcher
,,Massen'' zu erhalten, mag handlungsleitend für den
(tendenziell völkischen) Teil der Eliten sein, die das Opfer
propagieren. Einer kapitalismuskritischen Analyse aber ist diese
Vorstellung unwürdig.«
Nicht
der Kapitalismus, so die Bahamiten, schafft Armut, sondern es wären
Saboteure am Werk. Saboteure waren auch im Wahn der Nazis schuld, als
ihre heißgeliebte Marktwirtschaft immer mehr Armut produzierte
und daraus sehr unerwünschte Klassenkämpfe resultierten.
Diese Saboteure nannte man damals »jüdisch«.
Die selben herbei haluzinierten Saboteure nennen die Bahamiten
»völkisch«.
Mehr
"struktureller Antisemitismus" geht nun wirklich
nicht, als ihn die Bahamiten mit ihrer als »Kapitalismuskritik«
getarnten rechten Antikritik produzieren.
3. Gewalt-Denunziation
Die
Fake-»Foundation« hetzt über den
»Antisemitismus eines nicht kleinen Teils der
organisierenden Gruppen« der Mai-Demo. Die wären
»regelmäßig mit körperlichen
Angriffen und Drohungen gegen AntisemitismuskritikerInnen«
aufgefallen.
Derartige
Beschuldigen sind so glaubwürdig wie die Fake-»Foundation«
selber. Es werden keinerlei akzeptable Beweise vorgelegt, weder für
die Existenz der angeprangerten Taten, und schon gar nicht für
eine Beteiligung des Mai-Bündnisses.
Statt
dessen verweist die Fake-»Foundation« auf
Meldungen befreundeter Bloggs à la: »Linker Antisemit
droht mit Mord«. Opfer dieses angeblichen Vorfalls sei
irgendein Mitglied eines ,,anti''-deutschen Vereins, den es zur
Abwechslung mal wirklich gibt (drei Links oberhalb von
»sexykapitalismus«), und der sich bei jeder
Gelegenheit von der Linken distanziert. Im übrigen, so liest man
da, wäre die ganze Sache längst der Staatsanwalt übergeben
worden.
Wer
sich fragt, welcher Vorfall der Morddrohungs-Horrormeldung zugrunde
liegen könnte, hat den ganzen Witz des ,,anti''-deutschen
Hetzpropaganda allerdings verpasst.
Der
Fake-»Foundation« geht es ja keineswegs um
Aufklärung zur Behebung des Fehlverhaltens irgendwelcher Leute.
Vielmehr dienen ihre Horror-Meldungen der Fanatisierung der eigenen
Szene durch das Heraufbeschwören eines gefährlichen
Feindes. Der Feind ist derartig bösartig, dass der
,,Anti''-Deutsche Kämpfer gar nicht anders kann, als zur
anonymen Denunziation zu schreiten, will er nicht dem
,,antisemitischen Mob'' in die Hände fallen. Die
Bedrohungslage, in der sich der ,,anti''-deutsche Kämpfer
befindet, rechtfertigt zudem körperliche Präventivschläge,
plus alle Sorten von Denunziation bei der Staatsgewalt.
,,Anti''-Deutsche
präsentieren sich mit solchen Meldungen als Verfolgte, nämlich
als »AntisemitismuskritikerInnen« - das »Innen«
haben sich die Bahamiten hier wegen der »Feministin Emma
McGuffin« zugelegt - und wo kommen wir denn da hin in
Deutschland, wenn man hier nicht mal mehr eine
"Antisemitismus-kritische" Meinung äußern
darf, ohne von Gewalt bedroht zu werden! Derartig verfolgte
,,Anti''-Deutsche haben doch das Recht zu verlangen, dass sich alle
anständigen Mensch mit ihnen zusammen "klar
positionieren". Man hat sich ihrer Denunziation - ,,gegen
antisemitische linke Gewalttäter und ihre Unterstützer''
- anzuschließen. Damit kommt das Moment der Einschüchterung
dazu: Haben sie eine Gruppe als "antisemitisch"
stigmatisiert, dann verlangen sie, dass die Stigmatisierung in der
Linken allgemeinverbindlich wird. Dabei spielen sich die Bahamiten
der Fake-»Foundation« als Gralshüter
innerlinker Gewaltfreiheit auf, einer Linken, die sie - entsprechend
dem Vorbild ihres obersten Hasspredigers Wertmüller - derartig
verachten, dass sie unter der »Feministin Emma McGuffin«
unbedingt noch »TeenyLolita« und »Sklavin
Fivia« verlinken mussten.
Die
von den Bahamiten unverhohlene Absicht, die Linke insgesamt zu
schädigen, zeigt sich schon in der Sprachregelung »Linker
Antisemit«, die auf das Schärfste zurück zu
weisen ist, denn Antisemitismus ist nicht links. Linke, die meinen,
schädliche Nebenwirkungen des Kapitalismus würden irgendwie
schon am ,,international agierenden Judentum'' liegen, oder
hinter den imperialistischen Machenschaften des Westens würde
doch irgendwie der ,,Zionismus'' der Wall Street stecken,
solche Leute haben aufgehört, links zu sein. Trennung von ihnen
ist die unabdingbare Konsequenz und längst gängige Praxis.
Um den erwähnten, pseudolinken Antisemitismus, geht es den Bahamiten
aber nicht.
Dreckschleudern
à la »McGuffin« haben sich aus dem Wort
,,Antisemitismus'' etwas ganz anderes gebastelt.
Antisemitismus sei eine Form des »Antikapitalismus«,
behaupten sie.
Demnach
steht der rechte deutsche Mainstream erstmal nicht in Verdacht, dass
da in Punkto Antisemitismus etwas nicht stimmen könnte, vor
allem wenn die Rechten ,,unsere Verantwortung als Deutsche für
Israel'' beschwören. Solange jemand, scheiß egal
warum, ein Bekenntnis für Israel abgibt, ist er im Bündnis
bei den ,,Anti''-Deutschen willkommen. Nichts auszusetzen haben die
Bahamiten an Rechten, die die Existenz Israels als erfreulichen
,,Beweis'' dafür sehen, dass Juden irgendwie halt nicht hierher
gehören und dass sie, weil sie ja doch irgendwie anders wären,
ein eigenes sicheres ,,Biotop'' brauchen, was man ihnen als
geläuterter Deutscher ja auch gönnt, und so weiter.
Nein,
gegenüber dem rechten deutsche Mainstream haben Bahamiten keine
Berührungsängste. Sie kommen von Jahr zu Jahr besser ins
Geschäft, vor allem wenn es um Kriegshetzte und Kulturkampf
geht, gegen den Islam z.B., aber auch gegen das »völkische«
Venezuela. Sie finden Jobs an Universitäten, veröffentlichen hochwissenschaftliche
Publikationen wie "Linker Antisemitismus in Bielefeld zwischen 1972 bis 1974",
werden aus staatlichern Stiftungen - à la "gegen das
Vergessen" - bezahlt, um im Staatsauftrag alle nicht-jüdischen Opfer der Nazis
unter den Teppich zu kehren. Auch bei evangelikalen Kreisen der
protestantischen Staatkirche ist man unter Vertrag, als Islam-Experte z.B. Die Integration
als "Anti"-Deutscher in die "Zivilgesellschaft" ist karrierefördernd.
Als
links bezeichnen sich die meisten ,,Anti''-Deutschen zwar auch nicht,
sondern weisen dieses Attribut strikt zurück. Aber die
Fake-»Foundation« gibt sich mit der traurig
dreinblickenden »schottischen Revolutionärin und
Feministin Emma McGuffin« schon einen linken Touch. Es gibt
zweifellos Leute, die sich als links bezeichnen und von »innerlinken
Auseinandersetzungen« sprechen, wenn es Krach zwischen
Linken und ,,Anti''-Deutschen gibt. Irgendwie, so ein leider noch
verbreiteter Glaube, handelt es sich bei der ,,anti''-deutschen
Ideologie, doch um etwas progressives, emanzipatorisches,
antikapitalistisches etc.
Gegen diesen verharmlosenden Irrtum ist einzuwenden:
- Eine
Ideologie, die die Nazi-Diktatur als ein ,,Kollektiv'', ja
sogar als "Volksgemeinschaft" - so die
,,anti''-deutsche Sprachregelung - darstellt, die ist nicht links. Es
stimmt natürlich, dass nicht nur die Eliten die Nazi-Greuel
geplant und angeordnet haben, sondern dass das auch noch jede Menge
williges Volk für die Umsetzung brauchte. Wer aber den
Repressionsapparat des Nazi-Staates weg lügt, der zeichnet mit
dem Bild einer nach innen gemütlichen "Volksgemeinschaft"
vom Dritten Reich genau das Bild, das Neonazis vom Nazi-Faschismus
zeichnen.
- Das ,,Anti''-Deutschtum behauptet, der industrielle
Massenmord in den Vernichtungslagern wäre Ausdruck eines
antisemitischen ,,deutschen Volkscharakters'' (Daher kommt der
irreführende Name ,,Antideutsche"). Die ,,anti''-deutsche
Ideologie verbreitet damit eine Darstellung, die ausnahmslos jeder
Nazi unterschreiben würde. (Zudem kehren sie alle
nicht-jüdischen Nazi-Opfer unter den Teppich, ein bei den seit
der Adenauer-Ära beliebtes Verfahren, wonach die armseligen an
Israel gezahlten ,,Wiedergutmachungen'' dem
Nazi-Nachfolgestaat alle weiteren Ansprüche ersparen sollten.)
- Leute die behaupten, der Kapitalismus wäre keine
Klassengesellschaft, sondern er wäre entweder eine
,,Volksgemeinschaft'' (=schlecht) oder eine westliche
Zivilgesellschaft (=gut), waren vielleicht einmal links, aber sie
sind das nicht mehr. Sie sind rechts, und ihr
,,Antikapitalismus'' ist keiner.
- Imperialismus-Kritik ist für Bahamiten das Hassobjekt schlechthin,
Synonym für einen haluzinierten
Vernichtungswunsch gegen die die »Zivilisation«
schlechthin. ,,Anti''-Deutsche bekämpfen
mit allen Mitteln Antiimperialistinnen, und das ist nicht die
Fortsetzung des alten Hickhacks zwischen Autonomen und "Antiimps".
Denn ,,Anti''-Deutsche lügen Imperialismus um in eine Art
Schutzmacht für die westliche ,,Zivilgesellschaft'', die doch
immer schon der siamesische Zwilling des Militarismus war. Kriege,
überall in der Welt, sind für ,,Anti''-Deutsche das
bejubelte Mittel zur Sicherung und Ausweitung der westlichen
,,Hegemonie'' (auch so ein typisch ,,anti''-deutscher klar
neokonservativer Jargon). Die Tatsache, dass Deutschland auch
zwischen 1933 und 1945 ein imperialistischer Staat war, kehren
,,Anti''-Deutsche unter den Teppich, und am liebsten auch, dass
dieses imperialistische Deutschland zwei Weltkriege angezettelt hat.
- Das gipfelt in der ,,anti''-deutschen Infamie, der Pazifismus wäre
verantwortlich für die Shoah.
So zieht das geläuterte Deutschtum einen Schlußstrich unter den
Vernichtungskrieg der Nazis auf Osteuropa, der unabdingbare Voraussetzung
für die Vernichtung der osteuropäischen Juden und darüber hinaus gehenden
millionenfachen Mord war. Derartig geläutert ist es für die ,,Anti''-Deutschen
völlig in Ordnung, wenn von deutschem Boden immer mehr Krieg ausgeht. Sie
unterstützen sie sogar, mit den extremsten Varianten der Kriegshetze,
die sich in der Republik finden lässt.
- Die
,,Israelsolidarität'' der ,,Anti''-Deutschen ist all dem
untergeordnet, die Probleme die sich für Israels Bewohnerinnen
als Insassen eines westlichen Bollwerks ergeben, gehen den
,,Anti''-Deutschen am Arsch vorbei. Solidarisch sind sie
ausschließlich mir den - leider immer noch - dort regierenden
Rechtsradikalen.
- Ihre Ami-Fahnen schwenken sie für die
Kriegspolitik von Bush, bei Obama wittern sie schon
,,antisemitische'' Tendenzen. Linke Israelis bezichtigen sie
des ,,jüdischen Antisemitismus'', und wenn deutsche Juden
sich kritisch zur israelischen Regierung äußern wollen,
fühlt sich das halbe ,,anti''-deutsche Lager zu gewaltsamen
Aktionen berechtigt, und alle zusammen rufen sie zum Boykott der
,,Alibi-Juden'',
,,Juden mit Selbsthass'' etc. auf.
Das
,,Anti''-Deutschtum ist rechts, es gibt keine ,,anti''-deutschen
Linken. Die klare Trennung von ,,Anti''-Deutschen, speziell von zum
,,Anti''-Deutschtum konvertierten Kron-Zeugen »Linken Antisemitismus« muss die Konsequenz sein.
Die Auffassung ist falsch, dass die Bahamiten bloß das Problem
einiger Strömungen in der Linken wären,
die man selber nicht leiden kann ("Anti-Imps", Feministinnen,
Leninisten, VeganerInnen, Natur- und TierschützerInnen,
LaFontaine-Flügel in der Linkspartei).
Den Rot=Braun-Hasspredigern geht es darum, die gesamte
Linke zu bekämpfen (also auch Autonome, Libertäre,
MarxistInnen etc, Realo-Flügel in der Linkspartei, Antirassistinnen usw.).
Wer im innerlinken Richtungsstreit meint, er könne die
Unterstützung von Bahamiten für die eigene Strömung
nutzen, kollaboriert mit Rechtsradikalen.
[Minderheitsmeinung im Sozialforum:
Das trifft auch zu, wenn man im Bündnis
mit Bahamiten meint, dem Stalinismus ausgerechnet Antisemitismus vorwerfen
zu müssen, und nichts anderes.
Wenn „Anti“-Deutsche mal Neo-Nazis ihre
Israel-Fahnen um die Ohren hauen, ist das ein erfreulicher Anblick.
Wenn sie sich ausnahmsweise mal mit tatsächlichen Antisemiten prügeln würden,
dann viel Erfolg! Es hat sogar schon den Fall
gegeben, dass sich Nazis mit Hells Angels gebeult haben; Neonazis
haben halt nicht nur linke Feinde. Der „anti“-deutsche
Feind meines Feindes ist aber noch lange nicht mein Genosse.]
Weil am Antideutschtum nichts, aber auch gar nichts links ist, deswegen
handelt es sich nie und nimmer um eine »innerlinke«
Angelegenheit bei Auseinandersetzungen zwischen ,,Anti''-Deutschen
Rechten und und Linken. Wenn ,,anti''-deutsche Provokationen für
Angreifer körperliche Konsequenzen haben, mag es sich
meist um eine inadäquate Reaktion handeln, aber keineswegs um
,,Gewalt gegen Linke'', von der alle Linken sich zu
distanzieren hätte, zudem auch noch solche, die mit solchen
Vorfällen nicht das geringste zu tun hatten.
Zudem wissen wir
aus eigener Erfahrung, dass ein nicht unwesentlicher Teil der
,,anti''-deutschen Szene derartig fanasitiert ist, dass bei ihnen
jederzeit mit gewalttätigen Angriffen auf Linke gerechnet werden
muss, nebst daraus konstruierten Anzeigen. Die gewaltsame Schließung
der B5 ist eingestandenermaßen Plan der ganzen
,,anti''-deutschen Kampfgemeinschaft in Hamburg. Am liebsten würden
sie das selber in die Hand nehmen, aber realistischerweise setzen sie
vor allem auf die Staatsgewalt, mit der sie ja gerne
zusammenarbeiten. Schon deswegen sind sie eine Bedrohung für
jedes linke Projekt, auch da, wo ihnen die Stürmung vom
Kräfteverhältnis her nicht möglich ist.
Im Mai-Bündnis haben wir deswegen Ende Oktober 2009 verbindlich
beschlossen, dass jedes Mitglied der beteiligten Gruppen den
,,Anti''-Deutschen soweit überhaupt möglich aus dem Weg zu
gehen habe, um keinen Anlass für Anzeigen zu liefern, die aus
,,anti''-deutschen Falsch-Aussagen konstruiert werden könnten.
Zweitens wurde beschlossen, dass Mitglieder der beteiligten Gruppen
in keinem Fall auf ,,anti''-deutsche Provokationen eingehen.
Allerdings halten wir es schon für eine Selbstverständlichkeit, dass
,,Anti''-Deutsche in linken Strukturen nichts zu suchen haben.
Hausverbote sind auszusprechen, ihre Veröffentlichungen in
linken Diskussionsforen zu unterbinden, ihre Homepages gehören
höchstens unter der Rubrik "Rechte" verlinkt und so
weiter. Und es ist alles zu lassen, was den ,,Anti''-Deutschen in die
Hände arbeitet.
Die Zusammenarbeit von Menschen eines breiten linken Spektrums ist
Prinzip unseres Sozialforums. Sie ist notwendig bei lokalen und
bundesweiten Bündnissen. Mit dem Distanzierungs- und
Spaltungswahn, den die Bahamiten und andere „anti“-deutsche
Rechte inszeniert haben, muss also endlich Schluss sein.
Kim Holland, K&D

[1] Der Link wurde inwischen bei McGuffin geändert auf sexykapitalismus.com. Gut möglich, dass der Link irrtümlich gesetzt war.
|