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Veranstaltungen:

20.04. 19:30, Centro Sociale [Sternstr. 2] :

Der soziale Frieden: Wie unter Mitwirkung des DGB Arbeit immer flexibler und preiswerter gemacht wird.

mp3-Mitschnitt/Veranstaltungstext →
 

21.04. 19:00 in der B5 [Brigittenstraße 5]:

Bildung und Verwertung

mehr zum Thema →
 

23.04. 19:00 in der B5 [Brigittenstraße 5]:

Klassenkämpfe international

mehr zum Thema →
 

26.04. 18:30 Uhr im MTZ [Lindenallee 72]:

Warum revolutionär?
Geschichte und Hintergründe des 1.Mai

Info's zur Veranstaltung
 

27.04. 19:30, Centro Sociale [Sternstr. 2]:

Wer sind die Kapitalisten?
Über die Eigentümer des Kapitals und die Charaktermasken der Klassengesellschaft

mp3-Mitschnitt/Ankündigungstext →
 

30.04. 19 Uhr in der B5 [Brigittenstr. 5]:

Kapitalismus macht krank

mehr zum Thema →
 
Sonstiges:

Mixtape zum 1. Mai

von Rote Szene Hamburg, 1h27 min →

 

[Update 2. April 2010]    Drucken | PDF-Datei

Am 1. Mai geht es um uns – auch um dich!

Auch dieses Jahr gehen wieder tausende von Jugendlichen auf die Straße. Jugendliche, die frustriert sind, da ihnen lebenswerte Perspektiven durch dieses System genommen werden. Die gesamte Zukunftsaussicht unserer Generation bewegt sich zwischen ausbeuten und ausgebeutet werden. Egal welche Bildungseinrichtung wir auch besuchen, es geht nur darum, wie wir in Zukunft Profite sichern können. Der Zweck des Systems, in dem wir leben, ist der Gewinn für die Herrschenden, also diejenigen, die ihr Geld mit Ausbeutung und Unterdrückung verdienen. Weil immer der Gewinn für diese Leute an erster Stelle steht, sollen auch wir uns diesem System anpassen und dementsprechend unseren Teil dazu beitragen, dass auch weiterhin dieser Gewinn für die Bonzen erwirtschaftet werden kann.
Dabei sind ihnen unsere eigenen Interessen und Bedürfnisse scheißegal.

Es ist also nur logisch, dass wir auch in der Schule nur auf unsere spätere Rolle auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Schon früh werden wir in sämtlichen Bildungseinrichtungen aufgeteilt: in diejenigen, welche später als Zeitarbeiter, Putzkräfte oder sonst was für einen minimalen Lohn arbeiten müssen, da gar keine Arbeit einen noch geringeren Lebensstandard bedeuten würde. Gerade in Zeiten, in denen prominente Politiker oder sonstige Arschlöcher gegen die angebliche „Hartz4-Schmarotzer“ hetzen, ist die Angst als Arbeitsloser zu enden besonders groß! Zur Armut kommt nämlich dann auch noch die Abstempelung als Abschaum der Gesellschaft! Aber auch diejenigen, die ihren Weg durch die verschiedenen Bildungseinrichtungen halbwegs meistern, enden in Jobs, die eventuell zwar besser bezahlt sind, aber dennoch dazu dienen, die Gewinne für die Herrschenden weiter zu erhöhen. Ein Leben in unserem Interesse ist also auch dann nicht der Zweck der jeweiligen Jobs. Auch wenn über die Jahre in verschiedensten Auseinandersetzungen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen erkämpft wurden, so steht immer der Gewinn an erster Stelle.

Gerade in den Zeiten einer Wirtschaftskrise steht uns keine rosa Zukunft bevor, auch mit einem guten Schulabschluss und einem absolvierten Studium. Der Konkurrenzdruck, der sich durch die Massen von Arbeitslosen krass verschärft hat, führt uns vor Augen wie ersetzbar wir alle sind. Der Begriff „Generation unbezahlte Praktika“ trifft wohl ziemlich genau unsere Zukunftsaussicht. Dieser Konkurrenzdruck wird ganz bewusst geschaffen, um uns gegeneinander auszuspielen und unsere Gemeinschaft zu zerschlagen. Diejenigen, die uns ausbeuten wollen, also unsere Feinde, sind aber nicht unsere Mitbewerber um einen Job oder Ausbildungsplatz, sondern die herrschende Klasse. Zur herrschenden Klasse gehören alle, welche sich aktiv für dieses System einsetzen, da eine Abweichung von diesem System ihre Gewinne gefährden würde. Dieses System ist fest in den Gesetzen verankert. Auch wenn der Staat uns gelegentlich entgegenkommt, so wird das Grundprinzip der Ausbeutung nie in Frage gestellt. Dementsprechend werden von Linkspartei bis CDU zwar gelegentlich Veränderungen durchgesetzt, ohne dass dieses System grundlegend verändert wird.

Eine grundlegend andere Gesellschaft wird also nicht in den Parlamenten, sondern auf der Straße erkämpft. Schon jetzt beweisen hunderttausende von Jugendlichen, dass sie auf das Recht des Staates als einzigen Anwender von Gewalt scheißen. Die immer öfter vorkommenden Auseinandersetzungen mit den Bullen, wie beispielsweise beim jährlich stattfindenden Schanzenfest, geben uns einen Eindruck davon, was geschehen kann und in krasserer Form geschehen wird, wenn wir uns unserer Stärke bewusst werden und gemeinsam unseren Hass auf die Straße tragen. Bei allem Widerstand darf dabei jedoch nicht vergessen werden, dass wir uns auch überlegen müssen, wie wir eigentlich zusammen leben wollen. Nämlich in einer Welt ohne Ausbeutung, Entfremdung und Unterdrückung!

Deswegen rufen wir euch dazu auf, gemeinsam mit uns am 1. Mai in Hamburg auf die Straße zu gehen, um unsere Wut auf die Straße zu tragen und gemeinsam einem System dem Kampf anzusagen, das den Gewinn und nicht unsere Interessen und Bedürfnisse an erste Stelle stellt. Wenn wir diese Gesellschaft revolutionär in unserem Interesse verändern wollen, dann muss dieser Impuls aus dem Herzen der Gesellschaft kommen. Dementsprechend können wir uns nicht darauf beschränken, uns auf das Erkämpfen gewisser Fortschritte und Freiräume zu fokussieren.


Auch wenn der 1. Mai uns nicht die Revolution bringen wird, so sollten wir dennoch diesen traditionellen weltweiten Kampftag der Unterdrückten nutzen, um unsere Stärke zu demonstrieren, den Feind beim Namen zu nennen und eine politische Organisierung über den 1. Mai hinaus zu etablieren. Machen wir es wie Millionen andere Menschen weltweit und verdeutlichen am ersten Mai, dass es mit diesem System keinen Frieden geben wird.

Die Grenze verläuft nicht zwischen Geschlechtern, Hautfarben, Nationalitäten oder sonst was. Die Grenze verläuft zwischen Unterdrückern und Unterdrückten!

Gemeinsam am 1. Mai auf die Straße!

Klasse gegen Klasse!

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