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Veranstaltungs-Tip:

Öffentliche Hetze gegen die immer noch Arbeitslosen und viel Sympathie für die „Working Poor”:

Die Hartz-IV-Debatte

Vortrag & Diskussion: Dienstag, 22. Juni 2010, 19.30 Uhr · Werkhof, Gaußstr. 25 (Ecke Nernstweg)

„Arbeit muss sich lohnen” — auch wenn man vom gezahlten Lohn nicht leben kann. 5 Jahre nach der Einführung von Hartz IV ziehen Politiker und Talk- Runden Bilanz: War die politisch durchgesetzte Verarmung der Arbeitslosen in Deutschland ein Erfolg? Hat der beschleunigte Abstieg aus dem Arbeitslosengeld in eine „Grundsicherung” von 350 Euro plus Wohngeld die erwünschte abschreckende Wirkung entfaltet? Hat er die Arbeitslosen überzeugend „motiviert”, sich in ihrer Not irgendeine Drecksarbeit zu suchen und nach der Bezahlung gar nicht erst zu fragen? Teils, teils — erfährt man: Einerseits ist die Zahl der Arbeitslosen nicht entscheidend zurückgegangen — es gibt halt keinen Bedarf bei den Unternehmen. Andererseits ist Altkanzler Schröder mit seiner Reform schon sehr zufrieden: „Wir haben in Deutschland einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, die es in Europa gibt!” Florian Gerster, Schröders Chef der Bundesagentur für Arbeit, legt nach: „Inzwischen sind 20% der Arbeitsplätze in Deutschland im Niedriglohnbereich angesiedelt.” Da sind also manche früheren Normalarbeitsplätze ins Niedriglohnsegment abgewandert, neue Formen von Beschäftigung, Entlohnung, ganz neue Branchen sind entstanden, in denen Leute, die darauf angewiesen sind, zu Hungerlöhnen ausgebeutet werden.

*

Hartz IV scheint nicht nur gut, sondern zu gut funktioniert zu haben. Sein Geburtstag wird mit öffentlicher Hetze gegen die Millionen „arbeitsfähigen Arbeitslosen” begangen, die trotz aller abschreckenden Bedingungen in der Grundsicherung hängen bleiben und — auch wenn das kaum geht — von den paar hundert Euro im Monat leben. Sie faulenzen und lassen es sich gut gehen; Guido Westerwelle erkennt da „spätrömische Dekadenz” und erinnert an das „Abstandsgebot”: „Wer früh aufsteht und arbeitet, muss mehr haben, als einer, der im Bett liegen bleibt und nichts tut!”, „Leistung muss sich wieder lohnen!” Als Hartz IV eingeführt wurde, hatte die Grundsicherung einen großen Abstand zu den damaligen Löhnen. Sie wurde gezielt schäbig bemessen: Man sollte mit ihr nicht auskommen können. Heute liegen dank Hartz IV und anderen Reformen die unteren Lohneinkommen ungefähr auf dem Niveau der Sozialhilfe; es ist nicht mehr unüblich, dass Löhne auch für Vollzeitstellen zum Leben nicht reichen. Das ist kein Skandal, sondern ein Fortschritt für die Konkurrenzfähigkeit des Standorts Deutschland; kein Arbeitsmarktpolitiker will hinter diese Errungenschaft zurück. Ein Skandal ist, dass Hartz-IV- „Kunden” womöglich zu dem Schluss kommen, dass sich das Arbeiten unter diesen Umständen nicht lohnt.

*

Die Hetze gegen das faule Hartz- IV-Milieu ist aber nur der Auftakt zur Selbstkritik der Politiker: Sie haben die Grundsicherung falsch konstruiert, sodass sie nun zum Hindernis beim Ausbau des Niedriglohnsektors zu werden droht. Daher muss „unser Sozialstaat” wieder einmal reformiert werden. Dass sich das Arbeiten für die Menschen im Niedriglohnbereich absolut nicht lohnt, macht nichts: Sie können von den gezahlten Löhnen nicht leben — und wenn schon. Dafür, dass sich das Arbeiten relativ zur Nicht-Arbeit doch lohnt, kann und wird die Politik schon sorgen. Dass sie damit genau die Gesetze des kapitalistischen Arbeitslohns exekutieren, die Marx vor 150 Jahren aufgedeckt hatte, wissen demokratische Sozialpolitiker natürlich nicht - sie tun es einfach so. Das wird der Vortrag erläutern.

Veranstalter: www.gegenargumente-hamburg.de

 

Bislang größte revolutionäre Mai-Demo in Hamburg! 1800 demonstrieren:

Kapitalismus zerschlagen!

Der erste Mai 2010 begann für uns um 11:00 Uhr mit der Teilnahme am internationalen revolutionären Block auf der DGB-Demo. Knapp 500 TeilnehmerInnen ließen hoffen, dass die Demo um 18:00 nicht all zu klein ausfallen würde.

Sieben Stunden am Sammelplatz für die Demo, waren alle überrascht. Wir positiv, andere nicht:

Da standen »statt der erwarteten 500 Randalierer drei mal so viele gewaltbereite Jugendliche auf dem Altonaer Bahnhofsvorplatz. Ein vermummter Haufen aus Linken, Punks, Hooligans, und ,,gewalterlebnisorientierten Jugendlichen'', wie es die Polizei formilierte. Die Demonstration trug das Motto ,,Kapitalismus zerschlagen'' - und endete im 21:30 mit zerschlagenen Fensterscheiben und Attacken auf Polizisten im Schanzenviertel. 900 Beamte waren der Aufgabe nicht gewachsen, Randale zu verhindern.« (Abendblatt 03.05.2010, S. 7)

Unpolitisch? Nie hat es auf der Demo so viele verschiedene Transparente und Sprechchöre gegeben! Lauter Vermummte? Falsch, siehe ein Video von der Demo in der Julius-Leber-Str.:

Die "Randale" wäre Resultat unserer Demo gewesen? Krawalle hatte es schon am Vorabend reichlich gegeben. Die wären am ersten Mai auch zweifellos auch ohne unsere Demo weiter gegangen. Das ließ die Polizeiführung außer acht und meinte, es wäre alles 'unter Kontrolle wenn sie gegen die Demo-TeilnehmerInnen vorginge. Das Abendblatt (ebenda) bemerkte dazu: »Aber die die Polizeiführung ist offenbar derart auf politisch motivierte Gewalttäter fixiert, dass alles andere nicht mehr so recht wahrgenommen wird.«

Statt wenigstens so zu tun, als ob die sie das Hab und Gut der BewohnerInnen um das Schulterblatt schützen wollten, meinte die Polizei, sie müsse einen unangekündigten Angriff auf unser Abschlusskonzert durchführen. Die Wasserwerfer waren bereits auf dem Vormarsch als die Demo-Leitung die Veranstaltung offiziell für beendet erklärte. Die KonzertbesucherInnen wurden Richtung Eimsbüttel getrieben, ließen sich aber ab Altonaer Str. nicht mehr auseinanderjagen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Clash im Schulterblatt längst angefangen. Bei den folgenden Bildern erweist sich die Presse-Darstellung, es wären am Schulterblatt "ein paar Hundert spontan zusammengekommene Krawalltouristen" (Abendblatt, ebenda) gewesen, als ziemlich fragwürdig. Das sieht eher nach Menschen aus, die gemeinsam und sehr gezielt das staatliche Gewaltmonopol bekämpfen, sozusagen in Tradition der Auseinandersetzungen, die es immer wieder im Viertel gibt. Vielleicht könnte die Medienöffentlichkeit einmal darüber nachdenken, ob es dafür politische Gründe gibt!

Komisch ist die Presse-Einschätzung: »Kaum ein Linksautonomer in der Stadt, aber trotzdem Randale im Schanzenviertel.« (Abendblatt, ebenda). Nur weil aus der Flora zur Nichtteilnahme an der revolutionären Mai-Demo aufgerufen worden war, glaubten Presse und Polizei, dass das ganze autonome Spektrum unsere Demo boykottieren würde. Aber das Flora-"Plenum" ist nicht der Vatikan, und Autonome sind keine Katholiken...

Zur den "anti"-deutschen Vorwürfen gegenüber Demonstration und Aufruftext steht einiges unter dem Titel Antikritik à la Fake McGuffin auf unserer Homepage.

Seite des Revolutionären 1.Mai Bündnisses


Vollbeschäftigung durch Zwangsarbeit?

...was heißt hier Vollbeschäftigung? Über 6 Millionen Menschen in Deutschland schuften für niedrigste Löhne. 1,3 Millionen verdienen so wenig, daß sie aufstocken müssen. Immer mehr Beschäftigte gehen krank zur Arbeit nur weil der schlechteste Job besser ist als gar keiner. Andere machen Überstunden, natürlich unbezahlt. Rund 3 Millionen Erwerbslose tauchen in den Statistiken gar nicht auf, da sie in 1-€-Jobs hängen, Kinder betreuen, in s. g. „Bedarfsgemeinschaften“ leben, sich gar nicht erst beim Arbeitsamt melden oder krank sind.
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Treffen Sozialforum

Mittwochs 14-tägig im Magda Thürey-Zentrum, Lindenallee 72, Hamburg (siehe Skizze).
Nächste Treffen: 11.08.2010, 25.08.2010 und 08.09.2010 um 20:15


Bir tarafta fakirleşme, öbür tarafta yüksek kazançlar:
Agenda 2010 gitmek zorunda!

Agenda 2010'a karşı tepkilerimizi ve rahatsızlığımızı gözle görülür bir şekilde belirteceğiz.
Bu  politika uzun süredir mağdurların şahsi problemi haline gelmiş durumda.
Hartz IV gitmek zorunda. Hem de tamamen!
Devletin 1 Euro'luk işlerle maaş standartlarını düşürmesine karşı.

Eimsbüttel de Sosyalforum

Düzenli buluşma ( iki haftada bir) her ikinci Çarşamba. Saat 20:00'da
Yer: MTZ (Lindenallee 72)
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